Ratgeber Gasverbrauch / Gas sparen

Ratgeber Gasverbrauch / Gas sparen

Die weltweiten Roh-Erdgasreserven reichen noch bis ins nächste Jahrhundert hinein. Deutschland verbraucht pro Jahr rund 1.000 Milliarden Kilowattstunden (kWh) Erdgas. Nur 15 % des Erdgasverbrauchs können durch Eigenförderung gedeckt werden. Das restliche Erdgas wird wie folgt importiert: 34 % aus Russland, 25 % aus Norwegen, 20 % aus den Niederlanden und 5 % werden von Großbritannien, Dänemark und weiteren Staaten geliefert. Eine breite Streuung der Gaslieferanten sichert für uns Kunden die Gasversorgung gut ab und ist von den Gaskosten her billiger, als wenn alles von einem einzigen Gas Anbieter käme.

Doch was kostet uns das Gas eigentlich und wovon hängt der Gaspreis genau ab? Und was kann jeder Einzelne tun, um so wenig Gas wie möglich zu verbrauchen? Auf all diese Fragen gibt unser Ratgeber die Antwort.

Gasförderung und Gastransport

Rohes Erdgas wird aus Bohrlöchern gefördert, wo es mit hohem Druck an die Erdoberfläche kommt. Von da wird das Erdgas in ein Fernleitungsnetz eingespeist. Die Geschwindigkeit, mit der das Erdgas durch die Pipeline z. B. von Russland nach Deutschland strömt, kann man mit der Schnelligkeit eines Mopeds vergleichen. Im Abstand von 100 bis 200 Kilometern sind Verdichterstationen im Fernleitungsnetz eingefügt, die den zum Transport notwendigen Druck wieder aufbauen, da durch Reibung an der Rohrinnenwand im Laufe des Transports der Druck nachlässt und damit auch die Strömungsgeschwindigkeit weniger wird. Übrigens: Die sibirischen Förderfelder sind rund 5.000 km von Deutschland entfernt!

Seit 2011 werden zudem über die Erdgaspipeline „Nordstream“ durch die Ostsee jährlich mehr als 300 Milliarden Kilowattstunden (kWh) des Erdgases aus Westsibirien nach Deutschland transportiert. Allein diese Erdgas-Pipeline deckt damit rund ein Drittel des deutschen Verbrauchs an Erdgas und trägt durch die direkte Verbindung zwischen Russland und Deutschland zu mehr Liefersicherheit bei.

Das Netz zur Erdgasverteilung ist mit dem Straßennetz in Deutschland gut vergleichbar. Wenn das Erdgas an den Grenzen zu Deutschland angekommen ist, übernehmen die Ferngasgesellschaften den Gastransport und transportieren es in ihren überregionalen Fernnetzen in die einzelnen Regionen von Deutschland zum regionalen Gasanbieter. Gleichzeitig sorgen sie für die Anpassung des Gasstroms an den saisonal bedingten Gasverbrauch in Deutschland, indem Erdgas in großen Gasspeichern zwischengelagert werden kann. Regionale Gasanbieter übernehmen aus diesen Ferngasleitungen das Erdgas und versorgen die einzelnen Haushalte zum Kochen und für die Heizung.

Insgesamt betreiben die rund 700 deutschen Gasanbieter ein etwa 380.000 km langes Netz an Leitungen, das alle drei Transportstufen umfasst, sowie 43 Erdgasspeicher mit insgesamt 200 Milliarden Kilowattstunden (kWh) Arbeitsgasvolumen. So werden in Deutschland fast 20 Millionen Kunden durch Gasanbieter mit Erdgas als Energie z. B. zum Kochen oder Heizen versorgt. Ein erstes überregionales Gasnetz entstand übrigens zwischen 1920 und 1930 in Deutschland.

Gasförderung in Deutschland

Auch in Deutschland ist die Förderung von Gas als Energie wirtschaftlich möglich. Vor allem in der norddeutschen Tiefebene wird zur Deckung des einheimischen Bedarfs gefördert. Trotz zunehmend schwierigen Bedingungen werden nach wie vor Gas – und Ölfelder erschlossen. Auch neue Vorkommen werden erschlossen. Im ostfriesischen Landkreis Leer wurden bei Testbohrungen in 4.424 Metern Tiefe ergiebige Vorkommen an Gas entdeckt, die seitdem gefördert werden.

Das Gas in Deutschland wird heutzutage größtenteils als Erdgas angeboten. Dies entstand vor Hunderten von Millionen Jahren und hat sich zusammen mit Erdöl aus Lebewesen des Meeres – wie z. B. Plankton – gebildet bzw. einhergehend mit der Kohlebildung aus pflanzlichen Materialien.

Auswirkungen auf die Umwelt

Erdgas ist ein sehr umweltschonender Energiebrennstoff. Institute haben ermittelt, dass dieses einer der emmissionsärmsten Brennstoffe ist. Abfallstoffe, welche abtransportiert und entsorgt werden müssen – wie etwa Verbrennungsrückstände – fallen ebenfalls nicht an.

Erdgas strömt durch unterirdische Pipelines, die von der Gasindustrie gebaut und unterhalten werden. Eine Gefahr von Verschmutzung von Böden und Gewässern besteht nicht. Durch eine exakte Dosierung der Luftzufuhr im Erdgasendgerät beim Verbraucher wird eine annähernd vollkommene Verbrennung ermöglicht und damit auch die Kosten des Gasverbrauchs gesenkt. Die Emission unverbrannter Bestandteile bei der Erdgasverbrennung, wie zum Beispiel Ruß, wird dadurch nahezu vollständig verhindert.

Biogas – Gas aus Bakterien

Die Energiequelle Biogas ist noch relativ neu. In Biogasanlagen wird die Erzeugung dieses Gas durch anaerobe Vergärung organischer Stoffe kostengünstig durchgeführt. Als Basismaterial wird in den landwirtschaftlichen Biogasanlagen in der Regel Festmist, Getreide oder Gülle eingesetzt. Um den Gasertrag zu erhöhen, werden häufig Co-Fermentate eingesetzt wie Abfälle aus der Lebensmittelindustrie oder nachwachsende Rohstoffe. Als Abfallprodukt entsteht ein vergorenes organisches Material, dass in der Landwirtschaft wieder als hochwertiger Dünger verwendet wird. Das entstandene Biogas kann in das allgemeine Erdgasnetz eingespeist werden, einen billigeren Gaspreis kann man sich dadurch durchaus in der Zukunft erhoffen. Auch ist das Biogas zur Erzeugung von Strom beispielsweise über Blockheizkraftwerke oder für die direkte Befeuerung der Heizung verwendbar.

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FAQ zum Thema Gas

Kann man ohne Weiteres den Gasanbieter bzw. Gasversorger wechseln?

Für Privatkunden ist der Anbieterwechsel des Gasanbieters bzw. Gasversorgers bundesweit möglich, für Gewerbekunden aber nicht überall. Wenn Sie wechseln möchten, sollten Sie zunächst mit einem Tarifrechner ermitteln, welcher Anbieter für Sie am günstigsten ist.

Öffnen Sie den Gastarife-Rechner, geben Ihre PLZ ein, wählen die Kundengruppe aus und klicken auf den Button „Berechnen“. Dann sehen Sie in der erscheinenden Übersicht, welche alternativen Gasanbieter bzw. Gasversorger in Ihrer Region zum Wechseln zur Verfügung stehen. Ist in Ihrer Region der Gasversorgerwechsel möglich, erfolgt dieser schnell, unkompliziert und kostenlos: Die Unterlagen des neuen Gasversorgers unverbindlich anfordern, Formulare ausfüllen und zurückschicken. Fertig! Die Abmeldung beim alten Versorger übernimmt in der Regel der neue Anbieter für Sie.

Was ist ein Gasversorger?

Gasversorger beliefern private Haushalte, Gewerbe und Industrie, den Handel und öffentliche Einrichtungen mit Erdgas. Durch einen Preisvergleich zwischen den Gasversorgern und einen anschließenden Anbieterwechsel kann man einiges an Kosten einsparen. In Deutschland entstand 1826 das erste Gasversorger – Unternehmen.

Was ändert sich durch den Wechsel des Gasversorgers?

Beim Wechseln vom alten Gasversorger zum neuen Gasanbieter bekommen Sie Ihre Rechnung und bezahlen auch Ihre monatlichen Abschläge an diesen neuen Anbieter. Die Zählerstände liest entweder weiterhin der alte Gasversorger oder Sie selbst ab, der Zähler und die Versorger-Gasleitung bleiben Eigentum des örtlichen Gasversorgers bzw. Netzbetreibers. Es gibt eine gesetzliche Pflicht für den örtlichen Gasversorger, Sie mit Erdgas zu versorgen. Sie haben also immer Gas zur Verfügung und müssen keine Sorge haben, ohne Gas dazustehen.

Was ist beim Ausfüllen des Anmeldeformulars für den neuen Gasversorger zu beachten?

Beim Anbieterwechsel zu einem neuen Gasversorger müssen Sie zusätzlich zu Ihren persönlichen Daten noch drei wichtige Angaben im Anmeldeformular ausfüllen:

– Zählernummer

– Name des örtlichen Versorgers bzw. bisherigen Lieferanten

– Bisherige Kundennummer

Dazu ein Tipp: Alle benötigten Daten finden Sie auf Ihrer letzten Rechnung von Ihrem bisherigen Gasanbieter.

Wenn der Gasverbrauch nur in Kubikmetern (m3) angegeben ist, rechnen Sie ihn wie nachfolgend in kWh um: Multiplizieren Sie den Gasverbrauch in m3 mit dem Heizwert. Der Heizwert gibt die Wärmemenge an, die bei der Verbrennung freigesetzt wird. Er variiert je nach Gasnetz und liegt etwa zwischen 9 und 10,5 kWh pro m3 (z.B.: 1 m3 x 9 = 9 kWh).

Soll ich selbst beim alten Gasanbieter kündigen?

Wenn Sie das Wechselformular des neuen Gasversorgers ausgefüllt haben und unterschrieben absenden, wird damit automatisch die Kündigung beim bisherigen Gasversorger durch den neuen Gasanbieter ausgelöst.

Was ist bei einem Umzug zu beachten?

Im Gesetz ist geregelt, dass man beim Neueinzug als Neukunde nach zwei Wochen den Versorger wechseln kann. Erkundigen Sie sich bei Ihrem örtlichen Gasversorger nach der Kundennummer, um diese im Wechselformular Ihrem neuen Anbieter mitzuteilen, damit die Abmeldung durch den neuen Versorger beim Wechsel reibungslos funktionieren kann.

Kann ich den Gasversorger auch wechseln, wenn ich neu baue?

Sie können den Gasanbieter auch wechseln, wenn Sie neu gebaut haben. Ist Ihr Haus von Ihnen bezogen wurden, kann durch Sie ein Liefervertrag mit dem neuem Gasanbieter jeweils zum Anfang des Monats abgeschlossen werden.

Kostet der Gasversorgerwechsel etwas?

Nein, der Gasversorger-Wechsel ist immer kostenfrei.

Warum bekomme ich eine Endabrechnung von meinem alten Gasversorger?

Von Ihrem ehemaligen Gasversorger erhalten Sie immer eine Schlussrechnung, wenn der Wechsel zum neuen Gasanbieter erfolgt ist. Damit wird Ihr Gasverbrauch für die Vergangenheit abschließend berechnet und der alte Vertrag mit dem Gasversorger beendet. Zusätzliche Kosten entstehen Ihnen dabei nicht.

Wo finde ich meine Zählernummer?

Entweder Sie schauen direkt auf Ihrem Gaszähler nach oder in der letzten Gasrechnung vom Gasversorger. In dieser steht mit Sicherheit Ihre Zählernummer drin.

Ab wann werde ich mit Gas vom neuen Anbieter beliefert?

So schnell es geht, meistens aber etwa sechs Wochen nach Abschluss des Vertrages.

Könnte ich im Zusammenhang mit dem Gasversorgerwechsel zeitweise ohne Gasversorgung sein?

Nein, Sie stehen nicht wegen einem Anbieterwechsel ohne Gas da, das wäre ein Verstoß gegen geltendes Recht. Den Wechsel merken Sie überhaupt gar nicht. Die Gasversorgung wird trotz des Wechsels stets zuverlässig und sicher erfolgen.

Wo finde ich meinen Gaszähler?

In der Regel befindet sich der Gaszähler in Ihrem Keller oder im Eingangs- bzw. Flurbereich. Wohnen Sie in einem Mehrfamilienhaus und finden den Gaszähler nicht oder ist der Zähler nicht frei zugänglich, fragen Sie am besten den Hausmeister oder die Hausverwaltung.

Was ist eigentlich Gas?

Damit wird eine Substanz bezeichnet, die bei einer Temperatur von 20 °C in gasförmigem Zustand vorliegt. Der Begriff Gas wurde durch den Brüsseler Chemiker Johan Baptista van Helmont nach dem griechischen Begriff Chaos als Fachterminus geschaffen, der erst mit der Einführung der Gasbeleuchtung im 19. Jahrhundert populär wurde.

Um möglichst viel gasförmigen Stoff in einen Behälter zu bringen, wird es stark komprimiert. Damit der Behälter dem Druck standhält, werden meist zylinderförmige Körper wie Gasflaschen oder kugelförmige Körper bei Gaskesseln eingesetzt, da diese geometrischen Formen eine höhere Stabilität als andere Gebilde gewährleisten.

Wo kann man sich über das Thema Energiesparen informieren?

Zum einen finden Sie weiter unten in diesem Ratgeber wertvolle Tipps zur Gaseinsparung, wo Ihnen auch Hinweise zum richtigen Umgang mit Ihrer Heizung und den baulichen Maßnahmen zur Heizenergieeinsparung gegeben werden. Zum anderen verbessern die Verbraucherzentralen mit Unterstützung der Bundesregierung ihre Angebote in der Energieberatung. Die 400 Energieberatungsstellen der Verbraucherzentralen sind unter der bundesweiten Servicenummer 09001-3637443 zum Tarif von 14 Cent pro Minute aus dem deutschen Festnetz erreichbar. Dort können Sie als Verbraucher einen Beratungstermin bei einem der bundesweit mehr als 250 Experten für sparsamen Energieverbrauch vereinbaren.

Was ist eigentlich bei Heizung und Abgas die BImSchV?

Die BImSchV ist die BundesImmissionsschutzVerordnung und legt fest, wie hoch z. B. bei Ihrer Gasheizungsanlage der Ausstoß von Schadstoffen über den Schornstein sein darf. Die wiederkehrende Überwachung der Gasfeuerungsanlagen Ihrer Heizung auf Einhaltung der Abgasverlust- und CO-Grenzwerte sorgt dafür, dass schlecht eingestellte oder verschmutzte Feuerstätten rechtzeitig erkannt und gewartet werden können. Die Kontrolle erfolgt ausschließlich über Ihren zuständigen Schornsteinfegermeister.

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Die besten Tipps zum Thema „Energie sparen“

Energie wird immer teurer. Damit bei Ihnen – trotz Anbieterwechsel – die Kosten nicht explodieren, haben wir im Folgenden eine Liste mit bewährten Tipps zum Thema „Energie sparen“ zusammengestellt.

Sparsamer Gasverbrauch bei Ihrer Heizung

  1. Raumtemperatur: Jedes Grad weniger im jeweiligen Raum kann ca. 6 % Energie sparen beim Gasverbrauch der Heizung für diesen Raum. Im Wohnzimmer sollte die Raumtemperatur möglichst nicht mehr als 20 °C betragen. In der Küche reicht eine Einstellung der Heizung auf 18 °C, da hier noch Spülmaschine, Herd und Kühlschrank auch Wärme abgeben. Das Schlafzimmer ist auch ein Raum, in dem man mit 17 °C noch gut leben kann. Im Bad sollte man die Heizung nur über 20 °C einstellen, wenn sich jemand duschen oder baden will, ansonsten reichen durchaus 19 – 20 °C völlig aus. Allgemein müssen Sie aber selbst wissen, bei welcher Temperatur Sie sich am wohlsten fühlen, denn natürlich darf man sich beim Gasverbrauch der Heizung nicht krank sparen.
  2. Heizkörperthermostatventile: Die richtige Nutzung der Thermostatventile hilft 4 % bis 8 % Energie beim Gasverbrauch der Heizung einzusparen! Die Thermostatventile an Ihrem Heizkörper können Sie individuell über den Thermostatkopf (mit aufgedruckter Skaleneinteilung) einstellen. Dadurch halten Sie die Raumtemperatur konstant. Am besten sind aber Thermostatventile mit elektronischer Temperatureinstellung, da diese die Raumtemperatur auf einem konstanten Raumtemperaturwert halten. Diese sind jedoch um einiges teurer in der Anschaffung gegenüber dem einfachen Thermostatventil. Das Thermostatventil darf nicht durch Gegenstände wie Gardinen verdeckt werden, sonst arbeitet es nicht ordnungsgemäß bzw. nur mit erhöhtem Gasverbrauch.
  3. Heizen der Räume nur nach Bedarf: Bei längerer Abwesenheit Raumtemperaturen niedriger einstellen! Sollten Sie Ihre Wohnung oder ihr Haus für bis zu zwei Tage verlassen, können Sie die Raumtemperatur auf 15 °C bis 17 °C einstellen. Bei längerer Abwesenheit (z. B. zwei Wochen) kann die Temperatur auf 12 °C bis 15 °C eingestellt werden. Ein Experiment hatte einmal ergeben, dass bei einer vollständigen Absenkung der Heizung auf Frostschutzstellung (ungefähr 5 °C Raumtemperatur) bei Abwesenheit von zwei Wochen (Urlaub etc.) beim Aufheizen nach Wiederhochfahren der Heizungsanlage mehr Verbrauch an Energie wie Gas oder Öl entsteht, als wenn der Nutzer für die zwei Wochen die Heizkörper der Heizung auf z. B. 12 °C eingestellt hätte. Dies gilt für allein stehende Häuser, z. B. ein Einfamilienhaus. Der Grund dafür ist, dass das Mauerwerk (vor allem die Außenmauern) des Hauses bei völlig abgesenkter Heizung rasch auskühlt und erst wieder mit aufgeheizt werden muss.

Allerdings kann man den Vorgang, wie weit man die Temperatur bei Abwesenheit absenkt, nicht pauschalieren. Es spielen im Einzelfall die Außentemperatur und die Dicke des Mauerwerkes vom Haus eine große Rolle. Sollten Sie längere Zeit abwesend sein und die Heizkörper trotzdem völlig ausschalten wollen, dann bitte darauf achten, dass das Thermostat auf Frostschutz (dieses Symbol: * ) eingestellt wird, damit die Heizung nicht einfriert.

  1. Lüften der Räume: Kurz und richtig durchlüften ist extrem wichtig!

Beim Lüften der Räume ist unbedingt darauf zu achten, dass kurz (maximal 10 Minuten) und kräftig durchgelüftet wird, möglichst mit Durchzug zu anderen Räumen. Wenn Sie nur das Fenster ankippen, sorgt dies für eine länger notwendige Lüftung und verbraucht somit viel Energie im Bereich der Heizung. Tipp: Während dem Lüften das Thermostatventil runterdrehen – ruhig auf Frostschutz.

  1. Undichte Fenster und Türen: Abdichten spart viel Energie!

Haben Sie keine neuen dichten Türen oder Fenster (vor allem die nach außen), sollten Sie diese mit Dichtungsprofilen bzw. Dichtungsbändern abdichten, um keine unkontrollierte kalte Zugluft in Ihre beheizten Räume reinzulassen. Lippenprofile sind dafür am besten geeignet. Wichtig: An der Qualität der Dichtung sollte man nicht sparen!

  1. Rollläden, Fensterläden und Gardinen als Wärmeverlustbremser: Geschlossene Rollläden, Fensterläden und Gardinen halten nachts mehr Wärme in Ihren Räumen! Über das Glas der Fenster und über den Fensterrahmen verliert der Raum am meisten Wärme. Bei nächtlichen niedrigen Außentemperaturen können Rollläden um mehr als 20 % und die geschlossenen Gardinen um weitere 10 % den Wärmeverlust und damit den Gasverbrauch der Heizung verringern.
  2. Vermeiden von Wärmestau an Heizkörpern – Heizkörper nicht verdecken oder verstellen! Stehen direkt vor Ihren Heizkörpern Einrichtungsgegenstände, können diese die Wärmeabgabe in den Raum behindern und Mehrkosten für die Heizung von ca. 5 % verursachen. Auch Vorhänge über den Heizkörpern leiten die Wärme über die Fenster hinaus und nicht in den Raum hinein und verursachen dabei erhebliche Wärmeverluste. Eine wichtige Komponente des Heizkörpers ist die Strahlungswärme in den Raum, welche durch vorgenannte Ursachen unterbrochen oder verhindert wird.
  3. Heizkörpernischen zwischen Heizkörper und Wand dämmen! Heizkörpernischen sind vor allem in Altbauten unterhalb des Fensters vorhanden. Dabei ist die Wandstärke geringer als bei den übrigen Wandflächen. Dadurch geht zusätzlich Wärme verloren, vor allem bei Außenwänden, und es erhöht sich der Gasverbrauch der Heizung. Befestigen Sie hinter dem Heizkörper an der Innenwand eine ca. 5 mm starke aluminium-kaschierte Styropor-Platte, die die flächenmäßige Größe des Heizkörpers hat (Länge x Höhe des Heizkörpers), somit sparen Sie an diesem Heizkörper bis zu 6 % Energie bei der Heizung.
  4. Elektrische Zusatzheizungen: Zusätzliche elektrische Heizung nur im Ausnahmefall benutzen! Radiatoren und Heizlüfter verbrauchen gegenüber einer zentralen Heizungsanlage erheblich mehr Energie. Diese Geräte sollten nur im äußersten Notfall als Heizung eingesetzt werden.
  5. Heizungsanlagen regelmäßig überprüfen: Lassen Sie Ihre Heizungsanlage vor Beginn der Heizperiode vom Fachmann überprüfen! Ein optimal eingestellter Gasbrenner an Ihrem Gasheizkessel und eine richtig eingestellte Heizkurve mit Nachtabsenkung in der Elektronik können den Gasverbrauch der Heizung senken und damit 5 % bis 10 % der Kosten Ihrer Gasheizung sparen. Mit einem richtig eingestellten Gasbrenner halten Sie auch die gesetzlichen Werte vom Abgas Ihres Schornsteins ein, die regelmäßig vom Bezirksschornsteinfegermeister überprüft werden. Hier kann man richtig gut am Gasverbrauch der Heizung sparen. Wenn Sie diese Regeln alle einhalten, können sie sich dafür in Ihrem nächsten Urlaub mit dem eingesparten Geld selbst belohnen und helfen gleichzeitig der Umwelt!

Tipps zu baulichen Maßnahmen zum Einsparen von Energie wie Gas oder Öl in Ihrer Heizung

Der Heizwärmebedarf von Gebäuden kann durch bauliche Veränderungen gesenkt werden und Ihre Heizkosten wie den Gasverbrauch der Heizung gravierend verringern. Einsparungen bei Ihren Heizungskosten im Bereich von 20 % bis 30 % sind bei Beachtung der nachfolgenden baulichen Veränderungen an Ihrem bestehenden Gebäude möglich.

Das A und O bei der energetischen Betrachtung Ihres Gebäudes ist die äußere Hülle (Außenwände, Außenfenster, Außentüren, Dach) des Hauses, also alle Bauteile, welche an die Außenluft angrenzen. Im Winter herrscht zum Beispiel zwischen Ihrem Wohnraum (20 °C) und der Außenluft (-5 °C) eine mittlere Temperaturdifferenz von 25 °C. Das bedeutet, dass Ihre Heizungsanlage über die Heizkörper die Raumtemperatur für den Menschen behaglich auf 20 °C erwärmt, diese Wärme aber teilweise wieder über die Wände, Fenster usw. nach außen an eine Außenlufttemperatur von -5 °C abgegeben wird. Diesen Effekt nennt man den Energieverlust oder Wärmeverlust Ihres Gebäudes. Um diesen Verlust an Energie bzw. den Wärmeverlust und die dafür notwendige Heizenergie zum Beispiel Ihrer Heizung mit Gas so weit wie möglich zu verringern, sollten Sie unbedingt folgende Maßnahmen für Ihr Haus, vor allem, wenn es schon älter ist, in Betracht ziehen:

Dämmung der Außenwände: Die Außenwände eines Gebäudes tragen durchschnittlich mit ungefähr 30 % zu den Wärmeverlusten bei. Wärmedämmmaßnahmen sind hier daher besonders wirksam gegen einen zu hohem Gasverbrauch der Heizung.

Dämmung der Innenwände: Sollte eine Außendämmung aus zum Beispiel Denkmalschutzgründen nicht möglich sein, ist auch eine Innendämmung möglich. Schon mit einer 6 cm starken Dämmschichtdicke (WLG-Wärmeleitgruppe 040) kann man den Wärmeverlust um bis zu 50 % verringern. Wichtig sind dabei aber eine fachgerechte Planung und Ausführung der Arbeiten, da sonst Schimmelpilze und Feuchtigkeitsschäden auftreten können.

Dämmung des Daches: Über das Dach gehen ca. 20 % an Wärme aus dem Inneren des Gebäudes verloren. Wenn das Dach schlecht oder gar nicht gedämmt ist, führt dies im Sommer zum Überhitzen der Dachräume und im Winter zu kalten unbehaglichen Dachräumen. Ist der Dachraum allerdings ungenutzt und dient nur zum Lagern, reicht eine Dämmung der Obergeschossdecke i. d. R. aus.

Dämmung der obersten Geschossdecke: Bei einem ungenutzten Dachraum ist die beste Variante die Dämmung der obersten Geschossdecke. Die Dämmstoffdicke sollte mindestens 20 cm betragen (WLG 040). Die Energieeinsparverordnung EnEV schreibt vor, dass nicht begehbare, aber zugängliche oberste Geschossdecken beheizter Räume nachträglich gedämmt werden müssen, und der Wärmedurchgangskoeeffizient der Geschossdecke darf 0,30 Watt/(m2K) nicht überschreiten. Für selbst genutzte Einfamilienhäuser und Zweifamilienhäuser gilt diese Vorschrift nur bei einem Eigentümerwechsel.

Dämmung der Kellerdecke: Mit einer Dämmung der Kellerdecke in einem unbeheizten Keller können Sie ca. 10 % Energie bei Ihrer Heizung in den darüber liegenden Räumen sparen. Die Dämmung wird an der Unterseite der Kellerdecke angebracht. Wenn Ihr Keller aber beheizt ist, sollten die Außenwände und der Kellerboden gedämmt sein.

Isolierte Fenster und Türen: Über die Fensterscheiben der Außenfenster können erhebliche Wärmeverluste auftreten. Wenn Sie ein 2-Scheiben-Isolierglasfenster mit einem Wärmedurchgangswert (U-Wert) von ca. 3,0 Watt / (m2K) gegen ein 2-Scheiben-Wärmeschutz-Isolierglasfenster mit einem Wärmedurchgangswert (U-Wert) von ca. 1,5 Watt / (m2K) austauschen, haben Sie den Wärmeverlust über das Fenster schon einmal halbiert. Auch der Fensterrahmen ist noch von Bedeutung. Sie sollten Holzrahmen oder Kunststoffrahmen bevorzugen, da diese die beste Dämmwirkung haben. Es sollte aber nicht unerwähnt bleiben, dass solche neuen Fenster auch einen wesentlichen finanziellen Aufwand bei den Baukosten ausmachen und nicht ganz billig sind. Man muss also erst investieren, um dann zu sparen. Außentüren sollten in gedämmter Ausführung eingebaut werden.

Wie erkenne ich die Schwachstellen bzw. Wärmeverluste am Haus?

Seit einiger Zeit gibt es das Verfahren der Thermografie. Dabei wird die äußere Hülle des Gebäudes mit einer speziellen Kamera gefilmt, im sogenannten Infrarot-Thermografieverfahren. Auf den entstandenen Bildern wird Ihr Gebäude farblich dargestellt, wobei jede Farbe eine bestimmte Temperatur des Gebäudebauteils wie Fenster oder Außenwand darstellt. Dabei können Sie deutlich bauliche Schwachstellen mit Wärmeverlusten und Wärmebrücken feststellen. Anhand dieser Aufnahmen bekommen Sie meistens noch Tipps von der filmenden Servicefirma und können gezielt wärmeschutztechnische Maßnahmen in Angriff nehmen und somit Ihren Verbrauch bei der Gasheizung garantiert senken. Teilweise wird das Thermografieverfahren von Ihrem Gasversorger als Service angeboten und kostet weniger als 100 Euro.

Abschließend sei noch auf die aktuelle Energieeinsparverordnung EnEV hingewiesen, in welcher alle baulichen Maßnahmen im Detail fachlich aufgeführt sind und als weiterführende Tipps unbedingt beachtet werden sollen. Ein Fachmann bei der Planung und der Bauausführung der vorgenannten Maßnahmen wird sehr empfohlen, damit Sie es nicht nur gemütlich danach haben, sondern auch kein Ärger wegen Schimmelpilzen oder Feuchtigkeit droht. Auch Baukosten lassen sich durch den richtigen Fachmann sparen.

Bild von Steven auf Pixabay

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