
Welches Bett passt zu mir? – Diese Frage ergibt sich automatisch, wenn Sie sich auf die Suche nach einem neuen Bett begeben. Ein Blick ins Internet beweist es: Der potenzielle Käufer hat es schwer, sich zu entscheiden, denn der Handel bietet eine Vielzahl verschiedener Betten an. Dieser Ratgeber gibt Ihnen einen Überblick über die verschiedenen Bettarten, über das Zubehör und die Kosten.
Warum die Wahl des richtigen Bettes wichtig ist
Die Wahl des richtigen Bettes entscheidet über die Schlafqualität und darüber, ob Sie sich in Ihrem Schlafzimmer wohlfühlen. Wachen Sie morgens missmutig und gerädert auf, ist nicht immer eine durchzechte Nacht schuld. Zu vermuten ist, dass es an Ihrem Bett liegt, dass Sie nicht zur Ruhe kommen und der Schlaf nicht die gewünschte Qualität hat.
Welche Bettgröße passt zu mir?
Die Betten im Handel haben unterschiedliche Größen. Bei der Auswahl ist es wie mit der Kleidung. Abhängig von der Körpergröße und der Figur passt nicht jede Größe zu jeder Person. Beim Bett geht es noch weiter. Hier sind zudem noch das Gewicht und persönliche Gegebenheiten entscheidend.
Sind Sie ein Solo-Schläfer, reicht ein schmales Bett mit den Maßen 90 × 200 Zentimeter aus. Für korpulente Singles und solche, die sich gern ausbreiten, empfiehlt sich ein 140 Zentimeter breites Bett. Damit sind Sie auch stets auf einen Partner eingestellt.
Befinden Sie sich bereits in einer Partnerschaft oder planen Sie eine solche, kommen Betten mit 140, 160 oder 180 Zentimetern Breite und zwei Metern Länge in Betracht. Haben Sie kleine Kinder, die gern mit ins Bett kriechen, bringen quadratische Betten mit einer Länge und Breite von zwei Metern mehr Komfort. Abhängig vom Platzangebot im Schlafzimmer dürfen diese auch mehr als zwei Meter breit sein. Planen Sie aber mindestens sechzig bis achtzig Zentimeter Bodenfläche rund ums Bett ein.
Haben Sie wenig Platz oder ist der Raum ungünstig geschnitten, empfiehlt es sich, ein Bett nach Maß anfertigen zu lassen. Oft ergibt eine Sonderanfertigung auch bei Dachschrägen Sinn.
Für Kinder wählen Sie ebenfalls verschiedene Bettgrößen. Die Standardmaße für ein Baby- oder Kleinkindbett betragen 70 × 140 Zentimeter und 70 ×160 Zentimeter. Diese sind zudem mit einem Gitter oder mit einem Rausfallschutz gesichert. Wird Ihr Kind fünf Jahre alt, empfehlen sich – abhängig vom Platzangebot – Betten mit einer Breite von neunzig bis 140 Zentimetern und zwei Metern Länge. Jugendliche auf dem Weg zum Erwachsensein haben mehr Platzbedarf. Sie benötigen Betten mit einer Breite von hundert bis 160 Zentimetern und einer Länge von zwei Metern.
Welche Bettarten gibt es?
Stehen Sie im Möbelhaus oder sehen sich online nach einem Bett um, werden Sie feststellen, dass es viele verschiedene Bettarten gibt.
Klassisches Bett
Ein klassisches Bett besteht aus einem vierbeinigen Bettgestell aus unterschiedlichen Materialien. Am bekanntesten sind Holz- und Metallbetten. Diese können mit Ornamenten verziert sein und sich in der Farbe unterscheiden. Die Matratze liegt auf einem Lattenrost. Komfort bietet ein elektrisches klassisches Bett, bei dem sich der obere Teil des Bettes zum Fernsehen, Arbeiten oder Lesen verstellen lässt.
Futonbett
Futons sind in Japan genutzte dünne, einrollbare Matratzen. Diese legen die Japaner direkt auf den Boden. Tagsüber werden sie aufgerollt und an einem anderen Ort verstaut. Für europäische Bedürfnisse wurden komfortablere bodennahe Futonbetten entwickelt. Diese können Sie mit Futons oder mit normalen Matratzen kombinieren. Futonbetten verbreiten ein asiatisches Flair. Diese schlichten, puristisch erscheinenden Betten eignen sich auch für kleine Räume, da es sie in Standardgrößen, aber auch mit vielen anderen Maßen zu kaufen gibt.
Polsterbett
Charakteristisch für ein Polsterbett sind ein gepolstertes Kopfteil und ein gepolsterter Rahmen. Dadurch erhält es ein komfortables Aussehen. Vom Boxspringbett unterscheidet sich das Polsterbett durch seine Höhe und seinen Aufbau.
Ein Polsterbett besitzt eine normale Höhe von vierzig bis fünfzig Zentimetern und ist wie ein normales Bett aufgebaut. Daher liegt die Matratze auf einem Lattenrost. Polsterbetten, die Qualität, Funktionalität und modernes Design vereinen, erhalten Sie auf der Website https://www.dekorimoebel.de/24-polsterbetten.
Boxspringbett
Boxspringbetten erinnern an eine Nacht in einem edlen Hotel. Möchten Sie sich täglich so komfortabel und luxuriös betten, brauchen Sie ein hohes Budget. Boxspringbetten kosten bis zu 50.000 EUR und bei einem hohen Anspruch an Extras noch mehr. Typisch ist eine Höhe des Bettes von fünfzig bis siebzig Zentimetern. Deshalb eignet es sich auch für Senioren und bewegungseingeschränkte Menschen, denen es schwerfällt, von einem normalen Bett aus aufzustehen.
Die Höhe ergibt sich durch die Box, in der sich Bonellfedern in mehreren Lagen befinden. Darauf liegt eine normale Matratze. Die wolkenweiche Liegefläche entsteht durch einen vier bis zwölf Zentimeter hohen Topper, der oberhalb der Matratze liegt. Der Rahmen und das Kopfteil sind gepolstert.
Funktionsbett
Funktionsbetten sind mit einem Lattenrost und einer normalen Matratze ausgestattete Betten, die jedoch weitere Funktionen aufweisen. Oft werden Funktionsbetten wegen ihres Stauraumes gekauft. Unterhalb des Bettes befinden sich Schubkästen oder Regale.
Zudem bieten sich Funktionsbetten mit ausziehbarem Zweitbett für Gäste- und Kinderzimmer an. Diese können Sie beispielsweise tagsüber in ein Sofa verwandeln. Nachts wird daraus ein normales Bett. Sind Freunde der Kinder oder mehrere Gäste da, ziehen Sie das zweite Bett einfach aus.
Haben die Funktionsbetten eine Höhe von mindestens fünfzig Zentimetern, handelt es sich um Komfortbetten. Die Höhe wird meist durch den Unterbau aus Schubladen und Regalen erreicht. Die Betten erleichtern wie die ebenfalls hohen Boxspringbetten das Aufstehen.
Massivholzbett
Massivholzbetten bestehen aus einem natürlichen und langlebigen Material, das durch die Wärme des Holzes gemütlich aussieht. Die Betten erhalten Sie mit sichtbarer Maserung oder lackiert in allen Standardgrößen. Massivholzbetten eignen sich besonders für Maßanfertigungen, wenn Sie eine andere Größe benötigen.
Metallbett
Metallbetten sind leicht und stabil. Sie empfehlen sich für Menschen, die häufig umziehen. Metallbetten können beliebig oft auf- und abgebaut werden. Sie erhalten die Betten mit klassischem Design oder mit funktionellem und platzsparendem Aussehen. Metallbetten können Sie in ein Daybed verwandeln. Dazu wählen Sie eine schmale Größe und stellen das Bett längs an eine Wand. Schlafen Sie gerade nicht darauf, verwandeln Sie es in ein Sofa.
Geradlinige Modelle ohne Extras eignen sich für einen schlichten Einrichtungsstil. Wer es romantisch mag, wählt dagegen ein Metallbett mit Schnörkeln und Verzierungen.
Welche Matratze passt zu meinem Bett?
Zum großen Teil bestimmt die Matratze, wie gut Sie schlafen. Die Wahl hängt von Ihren persönlichen Bedürfnissen und Ihrem Schlafverhalten ab. Wichtig ist, dass Sie ausreichend Platz zum Schlafen haben. Deshalb sollten die Matratzen für Paare 160 Zentimeter in der Breite nicht unterschreiten. Bei der Auswahl der Länge zählen Sie zu Ihrer Körpergröße mindestens dreißig Zentimeter dazu.
Welchen Härtegrad Sie wählen sollten, hängt von Ihrem Gewicht ab. Eine weiche Matratze entspricht dem Härtegrad H1. Diesen empfehlen Fachleute für Kinder und Menschen, die weniger als sechzig Kilogramm wiegen. Bringen Sie zwischen sechzig und achtzig Kilogramm auf die Waage, ist eine mittelfeste Matratze mit dem Härtegrad H2 passend. Eine mittelfeste bis feste Matratze entspricht dem Härtegrad H3. Diese wählen Sie, wenn Ihr Gewicht achtzig Kilogramm überschreitet. Eine extrafeste Matratze mit dem Härtegrad H3 ist für Menschen gedacht, deren Gewicht 110 Kilogramm oder mehr beträgt. Wiegen Sie 150 Kilogramm oder mehr, brauchen Sie eine ultrafeste Matratze mit dem Härtegrad H5.
Welche Matratze sich für Sie eignet, hängt zudem von Ihrer Schlafposition ab. Seitenschläfer sollten eine Matratze wählen, in der sie leicht einsinken. Dies ist bei den Härtegraden H2 oder H3 gegeben. Bauchschläfer brauchen dagegen eine härtere Matratze, damit das Becken nicht durchhängt. Für Rückenschläfer empfehlen sich Matratzen mit einem Härtegrad von H3 oder H4.
Zudem entscheidet der Gesundheitszustand über die Beschaffenheit, die Ihre Matratze haben sollte. Modelle aus Latex, Federkern oder Gel haben eine kühlende Wirkung und eignen sich daher für stark schwitzende Personen.
Viskoschaummatratzen stützen den Körper und passen sich ihm dennoch an. Sie eignen sich für Menschen mit Rückproblemen. Für Allergiker und Asthmatiker sind Latex- oder Kaltschaummatratzen die richtige Wahl. Diese Modelle stoßen Allergene auf natürliche Weise ab.
Welcher Lattenrost ist der richtige?
Wichtig bei der Auswahl des Lattenrostes ist es, dass dieser mit Ihrer Matratze perfekt harmoniert. Welcher der richtige ist, hängt von verschiedenen Faktoren wie den Anschaffungskosten, der Flexibilität und der Belastbarkeit ab. Zudem sind das Material und die Verarbeitung von Bedeutung. Allergiker sollten sich gegen Ausführungen aus Metall oder Kunststoff entscheiden und einen auf Schadstoffe getesteten Lattenrost aus FSC®-zertifiziertem Holz wählen.
Platzsparend ist ein Rolllattenrost. Dieses eignet sich mit seinem geringen Gewicht für Camper, weil es leicht und einfach zu verstauen ist. Zudem kostet er weniger als andere Modelle.
Ein Standard-Lattenrost besitzt einen festen Rahmen, der für Stabilität sorgt. Er besitzt 25 bis 30 Leisten. Für den nötigen Komfort sorgen dabei die Verbindungselemente zwischen den Leisten. Noch mehr Bequemlichkeit erhalten Sie mit Lattenrosten, bei denen sich Kopf- und Fußteil manuell oder elektrisch verstellen lassen.
Eine hohe Punktelastizität besitzen Teller-Lattenroste. Abhängig vom Hersteller verfügen diese über mehrere Liegezonen. Dieser Komfort kostet Sie jedoch mehr Geld.
Empfehlenswert sind Lattenroste, deren vorhandene Liegezonen im Härtegrad verstellbar sind. Dabei wählen Sie aus Modellen mit O-Schiebersystemen und T-Schieber-Systemen. Bei den O-Schiebersystemen verbindet der O-Schieberegler zwei übereinanderliegende Leisten. Die oberen Leisten sind mit dem Rahmen verbunden.
Beachten Sie beim Einstellen, dass, je weiter Sie den Schieber nach außen verschieben, sich der Härtegrad des Lattenrostes erhöht. Bei einem T-Schiebe-System verhält es sich umgekehrt. Um einen niedrigen Härtegrad zu erreichen, müssen Sie die Schieber nach außen schieben, für einen hohen Härtegrad nach innen.
Wie viel sollte ich für ein Bett ausgeben?
Bevor Sie sich ein Bett kaufen, prüfen Sie, wie viel Geld Sie dafür ausgeben möchten und können. Einsteigermodelle mit einfachem Rahmen, einfachem Lattenrost und mit einer günstigen Matratze kosten 300 bis 700 Euro. Brauchen Sie etwas mehr Komfort, wählen Sie ein Modell der Mittelklasse. Dafür sollten Sie 700 bis 2.000 Euro beiseitelegen. Für Premiummodelle müssen Sie länger sparen. Diese erhalten Sie ab 2.000 Euro. Die Preise entsprechen dem Stand von 2025.
Der teuerste Teil des Bettes ist die Matratze. Für diese benötigen Sie fünfzig bis siebzig Prozent Ihres Budgets. Die Kosten für den Lattenrost machen 15 bis 25 Prozent aus. Für den Bettrahmen und das Kopfteil veranschlagen Sie zehn bis 25 Prozent des Budgets. Dabei kommt es auf die Wahl des Materials und des Designs an.
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