Leinenbettwäsche – Vor- und Nachteile im Überblick

Besonders im Sommer ist Leinenbettwäsche angenehm kühl. Foto: reginafoster via Twenty20
Besonders im Sommer ist Leinenbettwäsche angenehm kühl. Foto: reginafoster via Twenty20

Leinen ist ein sehr leichtes Gewebe und wird als Textil in den verschiedensten Bereichen immer beliebter. Nicht nur Kleidung lässt sich aus Leinen herstellen – auch Leinenbettwäsche ist mittlerweile sehr populär.

Welche Vor- und Nachteile Leinenbettwäsche aufweist und wie Leinen überhaupt hergestellt wird, zeigt dieser Artikel.

Herstellung von Leinen

Gemeiner Lein – so heißt die Pflanze, aus der das Textil Leinen hergestellt wird. Man kennt sie auch unter dem Namen Flachs, welcher vielfältige Verwendungsmöglichkeiten hat. Wenn Lein erntereif ist, besteht er aus vielen dünnen Fasern. Je dünner diese sind, desto besser wird der daraus produzierte Stoff.

Nach der Ernte werden die Fasern zunächst getrocknet. Anschließend wird der Lein kardiert, verstreckt und gekämmt. Diese Herstellungsmethoden unterscheiden sich nicht von der ursprünglichen Art und Weise, wie Leinen produziert wurde. Der einzige Unterschied ist, dass heute Maschinen zum Einsatz kommen, die die Arbeit wesentlich erleichtern.

Leinenstoff kann anschließend zu vielfältigen Produkten verarbeitet werden. So gibt es Leinenbettwäsche etwa von leinenlieb.de und anderen Anbietern, Kleidung aus Leinen, Leinenhandtücher oder aber auch Leinwände, die bei Künstlern Anwendung finden.

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Übrigens wurde Leinenstoff bereits vor über 5.000 Jahren produziert. Entdeckt wurde das Textil von den alten Ägyptern. Zu dieser Zeit galt Leinen als einer der teuersten Stoffe, sodass er der Familie des Pharaos sowie reichen Familien und Hofleuten vorbehalten war. Eine lange Zeit galt Leinen als Luxusprodukt.

Eigenschaften von Leinen

Bei Leinen handelt es sich um einen nachwachsenden Rohstoff. Das bedeutet, dass Leinen nachhaltiger sind als synthetische Fasern. Darüber hinaus gilt Leinenstoff als Naturprodukt und ist somit besonders hautfreundlich.

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Das ist auch der Grund, weshalb Leinen immer beliebter wird. Stammt der Leinen aus kontrolliert biologischem Anbau und wird auch während der Verarbeitung nicht mit chemischen Stoffen versetzt, eignet er sich für Personen mit empfindlicher Haut, die zu Ausschlägen, Rötungen und Juckreiz durch die Chemie in anderen Textilien neigen.

Darüber hinaus ist Leinen robust und reißfest. Dies dürfte auch der Grund dafür sein, dass sich der Leinenstoff bis heute gehalten hat. Immerhin wurde er bereits im Mittelalter rege genutzt. Vor allem Arbeiter auf dem Feld, die widerstandsfähige Kleidung benötigt haben, haben von Kleidung aus Leinen profitiert.

Außerdem ist Leinen flusenfrei und schmutzresistent. Eine weitere positive Eigenschaft von Leinen ist, dass er atmungsaktiv ist und im Sommer sogar kühlend wirkt. Somit ist Leinenstoff das ideale Material für Sommerbekleidung. Ebenso ist Leinen bakterizid und antistatisch.

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Leinenbettwäsche – die Vorteile

Leinenbettwäsche sorgt für einen angenehmen Schlaf. Das liegt daran, dass Leinen für Allergiker geeignet ist und keine Flusen sammelt. Wer daher mit einer Hausstauballergie zu kämpfen hat, ist mit Bettwäsche aus Leinen gut beraten. Zudem heften sich an Leinen weniger Milben und Bakterien, was ebenso zur Gesundheit beiträgt.

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Zudem ist Leinenbettwäsche atmungsaktiv und reguliert somit die Hitze während des Schlafens. Eine zu hohe oder zu geringe Temperatur während des Schlafens ist nicht gesund. Leinen wirkt hier effektiv entgegen. Schweiß wird absorbiert, ohne dass der Stoff einen unangenehmen Geruch entwickelt. Außerdem kann Leinen bis zu 35 % der Luftfeuchtigkeit absorbieren. Somit gilt er als Garant für Trockenheit und Frische.

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Aufgrund der antibakteriellen Eigenschaft von Leinen muss die Leinenbettwäsche viel seltener gewaschen werden als Produkte aus Synthetikfaser, was einen klaren Vorteil von Leinenbettwäsche darstellt. Somit trägt Leinen zu einem nachhaltigen Leben bei.

Darüber hinaus ist Leinen, wie bereits erwähnt, auch für jeden geeignet, der eine empfindliche Haut hat. Ein großer Vorteil von Leinenbettwäsche ist ihre hohe Hautverträglichkeit. Hier gibt es keinen unangenehmen Juckreiz oder Hautrötungen nach der Nachtruhe in frisch bezogener Leinenbettwäsche.

Leinenbettwäsche – die Nachteile

Einen Nachteil von Leinenbettwäsche dürfte man direkt in der kalten Jahreszeit feststellen: Im Gegensatz zu anderen Materialien wie Baumwolle hält Leinen nicht sehr warm. Der Stoff spendet keine Wärme, sodass Personen, die zu einem erhöhten Kälteempfinden neigen, schnell frieren werden. In dem Fall eignet sich die Leinenbettwäsche eher für die Sommermonate.

Zudem ist die Scheuerfestigkeit von Leinen nicht so hoch wie die von anderen Materialien. Was bedeutet das? Zwar gilt Leinenstoff als sehr robust, doch bei Reibung nutzt er sich dennoch schneller ab als Baumwolle und Co. Häufiges Waschen – vor allem bei hohen Temperaturen – macht Leinen schnell brüchig. Es kommt zu einer sogenannten Materialermüdung.

Darüber hinaus knittert Leinen schnell. Wer es als störend empfindet, dass das Bett schnell unordentlich aussieht, da der Stoff schnell knittrig aussieht, ist mit Leinen womöglich nicht so gut beraten.

Fazit

Leinenbettwäsche weist viele Vorteile auf. Zwar gibt es auch einige Negativpunkte, doch wer damit leben kann, dass das Bett nicht immer wie frisch bezogen aussieht, trifft mit Leinenbettwäsche die richtige Wahl. Vor allem im Sommer eignet sich das Material hervorragend für einen gesunden und gut temperierten Schlaf.

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Foto: reginafoster via Twenty20

Verfasst von Redaktion

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