Selbstversorgung aus dem eigenen Garten

Gesunde Nahrung aus dem Gemüsegarten für Selbstversorger. Foto: lexlux via Twenty20

Eine gesunde und nachhaltige Lebensweise spielt im Leben vieler Menschen eine immer wichtigere Rolle. Daher interessieren sich vor allem Familien für Selbstversorgung aus dem eigenen Garten.

Wie man einen Selbstversorger-Garten am besten plant und welches Gemüse geeignet ist, zeigt dieser Artikel.

Selbstversorger Garten planen

Wer als Selbstversorger im eigenen Garten Gemüse für sich und seine Familie anbauen möchte, sollte zunächst den Bedarf einschätzen. Denn erst wenn klar ist, wie viel Gemüse benötigt wird, kann es an die Planung des Selbstversorger-Gartens gehen.

Um den Bedarf zu ermitteln, empfiehlt es sich, für 2-3 Monate alle Einkaufszettel zu sammeln. Danach kann das Obst und Gemüse einfach zusammengezählt und diese Menge auf das ganze Jahr umgelegt werden.

Da jede Obstsorte und jedes Gemüse andere Bedingungen benötigt, um optimal zu wachsen und zu gedeihen, werden unterschiedliche Beete benötigt. Wer sich dafür interessiert, und das sind immer mehr Menschen nicht nur in Deutschland: Produkte zur Selbstversorgung gibts hier.

Zu diesen Produkten zählen unter anderem Hochbeete, aber auch separate Kräuterbeete und natürlich Gewächshäuser dürfen in keinem Selbstversorger-Garten fehlen.

Um als Selbstversorger Gemüse richtig anbauen zu können, muss man auch auf den richtigen Standort der Beete achten. Immerhin gibt es auch hier je nach Pflanze mehr oder weniger große Unterschiede. Manche Pflanzen wie Tomaten mögen es schön sonnig, anderes Gemüse wächst besser im Halbschatten und nur sehr wenige Pflanzen vertragen Schatten.

Daher sollte man als angehender Selbstversorger darauf achten, dass die Beete einen möglichst sonnigen Standort haben. Außerdem sollte der Boden eine gute Qualität haben und das Gelände sollte nach Möglichkeit eben sein oder einen nur leichten Südhang aufweisen. Darüber hinaus ist es für einen Selbstversorger-Garten wichtig, dass die Beete windgeschützt aufgestellt werden. Aus diesem Grund eignet sich die Nähe zum Haus. So werden junge Pflänzchen nicht von Wind und Wetter beeinträchtigt.

Übrigens lassen sich neue Beete das ganze Jahr über anlegen. Wer also viel Platz im eigenen Garten hat, sollte die ersten Gemüse- und Kräuterbeete am Haus anlegen und sich nach und nach vorarbeiten. Immerhin ist es mit viel Arbeit verbunden, neue Beete zu bepflanzen und zu pflegen.

Empfehlenswerte Gemüsearten

Damit der Einstieg in das Leben als Selbstversorger mit eigenem Garten recht einfach ist, sollte man sich im ersten Jahr auf die einfachsten Gemüsesorten konzentrieren. Es gibt Gemüse, bei denen man kaum etwas falsch machen kann. Andere Pflanzen hingegen benötigen ein klein wenig mehr Fingerspitzengefühl, sodass man sich daran erst mit ein wenig mehr Erfahrung wagen sollte.

Gut geeignet sind Radieschen und Karotten. Insbesondere Radieschen wachsen sehr schnell, sodass man innerhalb von wenigen Wochen bereits erste Erfolge sieht. Außerdem ist dieses Gemüse auch für den Halbschatten geeignet und relativ anspruchslos. Sie vertragen sich gut mit anderem Gemüse, sodass man sie auch immer wieder einmal dazwischen anpflanzen kann. Dabei nehmen sie anderen Pflanzen nicht den Platz weg.

Auch Salat ist recht gelingsicher in der Aufzucht. Da es sich jedoch um einen Lichtkeimer handelt, darf das Saatgut nicht mit Erde bedeckt werden. Keimen die ersten Samen jedoch, gibt es nur wenig zu beachten. Salat wächst sehr schnell und muss nicht am Stück geerntet werden. Das bedeutet, dass man aus dem Selbstversorger-Garten immer wieder ein paar Blätter Salat holen kann, ohne dass es der Pflanze schadet. So bleibt der Salat länger frisch.

Für den Anfang eignet sich auch Rote Beete. Dieses Selbstversorger-Gemüse ist nicht nur unkompliziert im Anbau, sondern kann auch lange gelagert werden. So kann das gesunde Gemüse nicht nur im Sommer direkt nach der Ernte, sondern auch noch im Winter frisch verzehrt werden.

Immer wieder findet man in Selbstversorger-Gärten auch Tomaten, Zucchini, Knoblauch, Zwiebeln, Mangold und Gurken. Den Möglichkeiten sind kaum Grenzen gesetzt. Bei manchen Gemüsesorten benötigt man etwas mehr Know-how als bei anderen, doch grundsätzlich findet in einem Selbstversorger-Garten jedes Gemüse Platz, das man gerne isst.

Besonders gut eignet sich Gemüse, das man haltbar machen kann. Durch Einkochen, Fermentieren oder spezielle Lagerungstechniken hat man nicht nur im Sommer gesundes Selbstversorger-Gemüse auf dem Teller, sondern auch in der kalten Jahreszeit.

Selbstversorger Garten Tipps

Wer einen Selbstversorger-Garten starten möchte, sollte sich zunächst überlegen, welches Gemüse man anbauen möchte und wie viel man davon benötigt. Empfehlenswert ist es, Schritt für Schritt zum Selbstversorger zu werden. So kann der Anbauplan Jahr für Jahr optimiert werden. Außerdem lernt man immer mehr dazu, sodass man sich früher oder später auch an komplizierteres Gemüse und Pflanzen mit hohem Pflegebedarf wagen kann.

Was angehende Selbstversorger immer im Hinterkopf behalten sollten, ist, dass die Haupternte ja im Sommer bis Herbst stattfindet. Um auch im Winter das Selbstversorger-Gemüse aus dem eigenen Garten genießen zu können, müssen Methoden her, um das Gemüse haltbar zu machen.

Somit sollte man sich bereits früh mit Techniken wie dem Einkochen oder Fermentieren vertraut machen. Dabei lernt man, welches Gemüse sich dafür eignet und wie man auch in der kalten Jahreszeit etwas vom Selbstversorger-Garten hat.

Fazit

Jeder, der einen entsprechenden Garten hat, kann zum Selbstversorger werden. Mit leckerem Gemüse aus dem eigenen Garten kann man sich gesund und kostensparend ernähren. Dank nützlicher Techniken hat man nicht nur im Sommer etwas vom Selbstversorger-Garten, sondern auch in den kalten Wintermonaten.

Foto: lexlux via Twenty20

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