Wandkamine – Arten im Vergleich

Wandkamine sind der Inbegriff von Gemütlichkeit und beschaulicher Wärme. Foto JamesDeMers via pixabay

Wandkamine sind für viele heute der Inbegriff von Gemütlichkeit und romantischem Flair. Getoppt werden sie eigentlich nur noch vom prasselnden Feuer in einem offenen Kamin.

Doch der Wandkamin kommt schon sehr nah an dieses Gefühl heran. Mit dem richtigen Modell können Sie außerdem Heizkosten sparen, Ihren Wohnbereich – zumindest teilweise – mit einem nachwachsenden Rohstoff heizen und dabei auch noch eine ganze Menge für eine positive CO2-Bilanz tun.

Dabei gibt es verschiedene Arten von Wandkaminen. Wir von mein-haus-spart.de haben einen Blick auf die verschiedenen Kamintypen geworfen und möchten Ihnen diese nun etwas näherbringen. Vielleicht ist ja auch für Sie der richtige Wandkamin dabei.

Was ist ein Wandkamin?

Als Erstes stellt sich einmal die Frage, was so ein Wandkamin überhaupt ist. Die Begriffe Wandkamin, offener Kamin oder Einbaukamin werden oftmals miteinander vermischt – obwohl es sich hierbei überhaupt nicht um dieselben Kamintypen handelt. Ein offener Kamin ist – wie der Name schon sagt – offen und bietet freie Sicht auf das brennende Holz in der Feuerstelle. Der Abzug des Kamins ist direkt darüber.

Der Einbaukamin hingegen ist ein zumeist geschlossener Kamin, der ebenfalls in die Wand eingelassen ist. Anders als der offene Kamin hingegen verfügt der Einbaukamin über eine Befeuerungskammer, die in sich geschlossen ist und nur oben über eine Öffnung für die Abluft und Luftzufuhr verfügt.

Der Wandkamin hingegen wird einfach an der Wand montiert und benötigt kein Loch bzw. keine Einlassung in der Wand. Auch hier gibt es eine Feuerkammer, in der das Heizen vonstattengeht. Wandkamine brauchen nicht immer einen Schornstein oder einen Luftabzug – manche Modelle kommen auch ganz ohne einen Abzug aus. Von den drei genannten Kaminarten ist der Wandkamin mit Sicherheit die günstigste Variante, weil er am wenigsten baulichen Aufwand benötigt.

Einen offenen Kamin oder einen Einbaukamin in einer Bestandsimmobilie nachträglich zu integrieren, ist sehr schwierig bzw. mit großem Aufwand verbunden. Gerade im Fall von Bestandsimmobilien ist daher der Wandkamin am ehesten geeignet. Dabei kann ein Wandkamin Ihnen dabei helfen:

Hierbei sind allerdings nicht alle Kamine gleich gut geeignet. Wir haben hier einmal drei Kamintypen herausgegriffen und möchten Ihnen diese kurz vorstellen.

Welche Arten von Wandkaminen gibt es?

Unter den Wandkaminen gibt es vorwiegend drei verschiedene Varianten. Da wäre der:

  • Elektrowandkamin
  • Bioethanol Wandkamin
  • Holz Wandkamin

Jeder dieser Wandkamine hat seine ganz eigenen Eigenarten sowie seine Vor- und Nachteile.

Der Elektrowandkamin

Der Elektrowandkamin wird an der Wand angebracht und kann komplett ohne Abluftschacht oder andere zusätzliche Aufbauten betrieben werden. Im Elektrokamin brennen dabei auch keine echten Flammen. Viel mehr wird hier in vielen Modellen mit LED-Leuchten Feueroptik simuliert. So wird ein heimeliges Ambiente erschaffen. Auch die Wärme, die der Elektrowandkamin von sich gibt, ist sehr überschaubar. Ein klassischer Elektrokamin reicht nicht aus, um ein komplettes Wohnzimmer zu beheizen.

Schon gewusst?

Vor dem Hintergrund aktuell steigender Energiekosten ist ein Elektrowandkamin eine Variante, die mit die höchsten Kosten in der Unterhaltung des Kamins verursacht. Anders sieht es allerdings aus, wenn Sie Ihren Strom aus einer eigenen Photovoltaikanlage – beispielsweise vom eigenen Solar Carport – beziehen. In diesem Fall produzieren Sie den Strom für Ihren Elektrowandkamin selbst und können so die laufenden Kosten für den Betrieb des Kamins deutlich reduzieren.

Bioethanol Wandkamin

Anders als in einem Elektrowandkamin brennt in einem Bioethanol Wandkamin wirklich ein Feuer. Der hierfür verwendete Brennstoff ist in diesem Fall einfach Bioethanol. Günstiger im Betrieb als die aktuellen Strompreise und mit einem etwas besseren Heizeffekt bringt der Bioethanol Wandkamin inzwischen ein paar echte Vorteile im Vergleich zum Elektrowandkamin.

So hat der Bioethanol Wandkamin sogar echte Flammen zu bieten. Im Inneren des Kamins gibt es eine Lagerungsmöglichkeit für das Bioethanol. Darüber hinaus ist hier eine kleine Brennstoffschale integriert, die Sie problemlos auffüllen können, wenn der Wandkamin auszugehen droht.

Der Heizeffekt eines Bioethanol Wandkamins ist eher mittelmäßig. Ein kleines Wohnzimmer kann mit den Flammen dieses Kamins durchaus beheizt werden. Für mehr reicht es aber in aller Regel nicht aus.

Holz Wandkamin

Der Holz Wandkamin ist der Traum vieler Romantiker in Deutschland. Tatsächlich ist das Holzfeuer die älteste Variante, wenn es um das Beheizen der eigenen vier Wände geht. Dementsprechend beliebt ist auch nach wie vor der Holzkamin – inklusive dem Holz Wandkamin.

Dabei gibt es unter den Holzkaminen noch einmal eine kleine Unterscheidung. Denn ein Teil der Holz Wandkamine wird mit Pellets betrieben – die meisten Modelle greifen allerdings in der Regel auf Scheitholz zurück. Der Unterschied zeigt sich vor allem im Flammenbild. Während das Flammenbild bei einem Feuer mit Holzscheiten wesentlich heller brennt und dazu auch noch gleichmäßiger wirkt, ist das Flammenbild bei Holzpellets nicht ganz so schön und elegant in seiner Verspieltheit.

Was den Heizeffekt angeht, stehen die beiden Varianten sich in nichts nach. Was ein wichtiger Punkt an der Stelle ist: Der Holzkamin braucht immer auch einen Schornstein. Das liegt vor allem daran, dass vom Holz als Brennstoff beim Verbrennen recht viel Feinstaub in die Luft abgegeben wird.

Was allerdings die CO2-Bilanz von Holz als Brennstoff angeht, kann man hier beinahe von einem nachhaltigen Heizmittel sprechen. Denn beim Verbrennen von Holz wird nur so viel CO2 in die Luft abgegeben, wie das Holz zuvor in seiner Wachstums- und Lebensphase tatsächlich aufgenommen hat. Damit gelangt also nur jenes CO2 in die Luft, das auch ohne den Baum vorher dagewesen wäre.

Die Wärme des Holz Wandkamins übersteigt die Heizfähigkeiten seiner beiden Kontrahenten erheblich. Tatsächlich reicht ein größerer Holz Wandkamin aus, um den Aufstellraum zur Gänze und auch angrenzende Räume merklich zu heizen.

Fazit

Unter den drei genannten Varianten bringt der Holz Wandkamin die größten Heizeffekte – braucht aber auch einen eigenen Schornstein und produziert eine ganze Menge Feinstaub durch das völlige Verbrennen des Holzes. Den Ausstoß an Feinstaub können Sie übrigens reduzieren, indem Sie einfach Holz verwenden, das schon besonders lange getrocknet hat.

Der Elektrokamin hingegen dient eigentlich nur einer behaglichen und romantischen Optik. Der Bioethanol Wandkamin hingegen kann sowohl den Raum, in dem er aufgestellt ist, heizen als auch eine angenehme Optik verbreiten kann.

Foto: JamesDeMers via pixabay

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