Strom zuhause produzieren – so geht das

Den eigenen Strom zu produzieren spart Geld und schont die Umwelt. Foto: Rawpixel via Envato

Die Versorgung mit Strom ist in den letzten Jahrzehnten in Deutschland eine Selbstverständlichkeit gewesen. Wenn es einmal Stromausfälle gab, dauerten diese in der Regel nur einige wenige Stunden.

Tagelange Blackouts, wie man sie zum Teil aus anderen Teilen der Welt kennt, hat es in Deutschland schon sehr lange nicht mehr gegeben. Höchstens einmal sehr regional aufgrund eines schweren Schneechaos oder aufgrund einer Naturkatastrophe.

Drohen Versorgungsengpässe?

Auch heute gilt die Energieversorgung nach wie vor als gesichert – auch wenn manche Experten Zweifel daran anmelden, ob die Stromversorgung nicht gerade im Winter 2022/2023 aufgrund von Engpässen bei Gas und großer Personalnot doch auch mal zusammenbrechen könnte. Tatsächlich kann das ein Grund dafür sein, vorzusorgen und nach Möglichkeiten zu suchen, die Energieversorgung in den eigenen vier Wänden zumindest zum Teil selbst sicherstellen zu können.

Ein anderer Grund ist für viele auch das Thema Umweltschutz. Durch die großen Kraftwerke – sei es Gas oder Kohle – wird nach wie vor ein Großteil unserer CO2 Emissionen verursacht. Wer seinen Strom im eigenen Zuhause selbst produziert, leistet einen wichtigen Beitrag zur Wandlung der Energieversorgung in Deutschland. Wer seinen Stromverbrauch und seinen Gasverbrauch auf diesem Weg senken kann, tut dabei nicht nur der Umwelt, sondern auch seinem Geldbeutel etwas wirklich Gutes.

Welche Möglichkeiten der Stromerzeugen bieten sich Ihnen?

Tatsächlich bieten sich hier verschiedene Möglichkeiten. Nicht alles ist dabei gleichermaßen alltagstauglich, und manches ist eher für den absoluten Notfall geeignet. Dennoch möchten wir Ihnen an dieser Stelle einmal drei Möglichkeiten vorstellen, wie Sie zuhause Ihre eigene Energie gewinnen können. Diese sind auf einen Blick:

  • Solarenergie
  • Blockheizkraftwerke
  • Notstromgeneratoren

Solarenergie – die sauberste Form der Energie für zuhause

Die Solarenergie gilt als eine der saubersten Formen der Energie. Aus gutem Grund. Denn die Sonne verursacht keine Emissionen. Tatsächlich gewinnen Sie mit einer entsprechenden Solaranlage Ihre Energie zu 100 Prozent frei von CO2 Ausstößen.

Für die Nutzung der Solarenergie gibt es unterschiedliche Wege. Da wäre einmal die ganz klassische Variante mit einer Photovoltaikanlage auf dem Dach. Hier können Sie einen Teil der gewonnenen Energie selbst verwenden, und ein Teil dieser Energie wird eingespeist. Für den Anteil, den Sie eingespeist haben, erhalten Sie eine entsprechende Vergütung vom Netzbetreiber.

Neben der Photovoltaikanlage, die auch für die Gewinnung größerer Mengen von Energie geeignet ist, wenn die Anlage selbst denn groß ist und die Ausrichtung die Richtige ist, gibt es auch noch einfache Solaranlagen, die Sie mit einem Stecker direkt mit dem Stromnetz verbinden können. Deutlich günstiger als Photovoltaikanlagen aber eben auch nicht ganz so effektiv kommen diese Solaranlagen daher. Mit diesen Anlagen erfolgt keine Einspeisung von Energie – hier produzieren Sie lediglich für den eigenen Verbrauch.

Eine dritte Variante ist der Solarzaun. Hierbei werden die Solarmodule auf entsprechenden Zaunhalterungen befestigt. So entstehen einerseits ein Zaun und andererseits eine breite Fläche an Solarpaneelen.

Nice to know

Eine andere schöne Möglichkeit, Flächen für die Gewinnung von Energie aus der Sonne zu nutzen, sind Solar Überdachungen auf der Terrasse oder als Türvorbau. Hier können oftmals bereits fertige Solar-Dächer gekauft oder von entsprechenden Fachleuten installiert werden. Das schafft eine Menge zusätzlichen Raum für die Nutzung von Solarenergie und ist oftmals in Kombination mit einem neuen Dach eine hochwertige Alternative mit einem zumeist sehr guten Preis-Leistungs-Verhältnis.

Blockheizkraftwerke – hier kann auch Energie gewonnen werden

Variante Nummer zwei, wenn es um die Gewinnung von Energie für den eigenen Haushalt geht, ist das Blockheizkraftwerk. Hier wird nicht nur Strom gewonnen – die hier entstehende Hitze wird außerdem auch für die Erzeugung von Wärme genutzt. Blockheizkraftwerke werden zumeist mit einem ganz klassischen Verbrennungsmotor betrieben.

Auch hier erfolgt also die ursprüngliche Energiegewinnung aus fossilen Brennstoffen. Dennoch gelten eben Blockheizkraftwerke als eine hervorragende Art, den Gesamt CO2 Ausstoß in Deutschland in Zukunft erheblich weiter zu reduzieren. Denn der CO2 Ausstoß eines solchen Blockheizkraftwerkes ist deutlich geringer als der eines „echten“ Kraftwerkes. Je nach Brennstoff kann er dabei sogar klimaneutral sein.

Davon spricht man beispielsweise, wenn bei der Verbrennung eines Brennstoffes nur der CO2 Anteil in die Luft abgegeben wird, der vorher schon einmal in dem Brennstoff gespeichert wurde. Der einzige fossile Brennstoff, auf den das zutrifft, ist Holz. Holz „atmet“ quasi für die Fotosynthese CO2 ein und gibt Sauerstoff wieder ab. In Holz ist also CO2 gespeichert. Dieses wird dann bei der Verbrennung wieder abgegeben. Anders sieht das bei Öl oder Kohle als Brennstoff aus.

Wie der Name schon sagt, versorgt ein Blockheizkraftwerk Ihren Haushalt darüber hinaus nicht nur mit Strom, sondern auch mit Heizwärme und mit der notwendigen Wärme für das warme Wasser. Damit können Sie mit einer Energiequelle gleich in mehreren Bereichen kräftig einsparen.

Notstromgeneratoren – wenn alle anderen Wege einmal versagen.

Eine Variante, die am wenigsten umweltschonend ist und eigentlich auch nur für den Notfall taugt, ist der Notstromgenerator. Auch hier ist ein Verbrennungsmotor integriert, der in aller Regel mit Diesel oder Benzin läuft. Zuweilen gibt es auch Modelle, in denen Sie mit Holz heizen. Diese kommen im Bereich der Notstromgeneratoren allerdings nur sehr selten vor.

Letztlich ist ein solcher Notstromgenerator eine gute Möglichkeit, die Energieversorgung sicherstellen, wenn es wirklich einmal zu einem echten Blackout kommen sollte. Von den drei genannten Möglichkeiten der Energieversorgung ist der Notstromgenerator die günstigste Variante – allerdings auch die mit dem geringsten Ertrag in Sachen Energiegewinnung.

Strom zuhause produzieren – gut für die Umwelt und Ihren Geldbeutel

Es kann verschiedene Gründe geben, warum man damit beginnt, Strom zuhause selbst zu produzieren. Die meisten machen dies tatsächlich mit einer Photovoltaikanlage oder mit vergleichbaren Solarmodulen. Dennoch ist es interessant, einmal zu schauen, was es noch an weiteren Möglichkeiten gibt.

Wenn Sie etwas mehr Unabhängigkeit vom öffentlichen Stromnetz suchen, Ihren Geldbeutel bei den aktuell steigenden Energiepreisen entlasten möchten oder einfach etwas mehr für das Thema Umweltschutz tun möchten, ist die eigene Stromproduktion genau der richtige Weg für Sie.

Foto: Rawpixel via Envato

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